Sonntag, 23. November 2008

Wirtschaftskrise

Nun habe ich meinen allerersten Blogeintrag gelesen, und mir gedacht: Was habe ich bisher politisches geschrieben. Was also folgt ist ein Eintrag zum brisantesten Thema, was Deutschland zur Zeit umtreibt, der Finanzkrise, die - wie nun die Spatzen von den Dächern herunterpfeifen - in eine Wirtschaftskrise münden wird.

Um es kurz zu machen: Ich bin sauer. Ich bin sauer auf die Amis. Nur, weil Hinz und Kunz sich dort großspurig eine eigene Bude leisten wollte (und dank unvernünftig günstiger Kredite auch leisten konnte), haben wir hierzulande den Salat. Natürlich haben ettliche deutsche Banken in irgendwelche Schwachsinnsfonds investiert. Und natürlich wurde auch der deutsche Markt für allerlei obskure "Finanzprodukte" geäußert. Apropos Finanzprodukte: Wie kann irgendetwas, was keinen Wert hat, also nur spekulativ an der Börse gehandelt wird, wie irgendwelche Derivate, überhaupt "Produkt" genannt werden?

Um die deutschen Banken an sich wäre es ja nicht schade gewesen - zumal in Banken, wie oben schon erwähnt - ohnehin keine Wertschöpfung betrieben wird. Es ist halt das, was hintendran hängt. Daher auch die nächsten Hiobsbotschaften: Daimler geht's schlecht, Opel noch schlechter. Und das ist nicht nur konjukturell, sondern auch strukturell begründet. Was macht unser Staat als erstes: Für Neuwagen wird die Steuer gestrichen. Und für den Porsche Cayenne natürlich mehr als für einen kleinen Smart. Tolles Signal! Diejenigen, die sich einen Neuwagen leisten können, können sich diesen auch trotz Wirtschaftskrise noch immer leisten; die anderen erst recht nicht. Das hilft den Leuten ungemein! Und der Umwelt sowieso!

Wieso geht's denn bspw. mit der Mehrwertsteuer nicht endlich mal runter? Für die Banken sind Milliarden da, aber wenn es um Verbrauchssteuern geht schüttel Merkeline nur den Kopf... Vielleicht (ich wag es ja nicht zu hoffen) ist da auf der EU-Schiene was zu machen...

Soviel mein finanz- und wirtschaftspolitischer Rundumschlag. Wer Konsequenzen draus ziehen möchte, der soll das tun: Nächstes Jahr ist Bundestagswahl.

Bin gekommen um zu gehen...

Nicht mal drei Monate wohne ich in Benztown, und schon zieht es mich wieder weg... aber diesmal werde ich in die Nähe einer alten Bekannten ziehen: Heidelberg. An der dortigen Uni werde ich eine PostDoc-Stelle antreten. Irgendwie ist das wie: Zurück in die Vergangenheit... Aber irgendwie auch Zukunft. Denn vieles hat sich bei mir seit einem Jahr (als ich HD verlassen hatte) verändert: Ich glaube, ich habe nun endgültig den Schritt vom Studentendasein in das Berufstätigenleben geschafft. Außerdem habe ich einen lieben Menschen kennengelernt... Kurzum: Die Prioritäten haben sich verschoben.